St. Arnoldus Schützenbruderschaft
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Das Offizierscorps

Die Offiziere sind das Rückgrat der Bruderschaft. Sie tragen nicht nur beim Schützenfest und allen anderen öffentlichen Auftritten die größte Last. Sie sind auch immer die ersten Ansprechpartner, wenn es heißt: "Wer ist bereit, diese oder jene Arbeit zu übernehmen?" Die Vorstandsmitglieder und die Offiziere sind die Leistungsträger der Bruderschaft.

Das Offizierscorps kann ebenfalls auf eine lange Tradition zurückschauen. Aus den ältesten erhaltenen Unterlagen ist ersichtlich, dass bereits im Jahre 1857 ein Offizierscorps bestand. Es ist daher anzunehmen, dass auch schon vor dieser Zeit ein Offizierscorps existiert hat. Und dies ist bis heute so geblieben.

Im Protokollbuch des Offizierscorps aus dem Jahre 1957 findet sich folgendes Vorwort:

"Auch die St. Arnoldus-Schützenbruderschaft steht aufgrund ihres Aufgabenkreises und ihrer engen Bindung zur Kirche mehr als die meisten anderen Organisationen im Blickfeld der öffentlichen Kritik. Ganz besonders gilt das für unsere Schützenoffiziere. Dieser Tatsache hat sich jeder Offizier immer bewusst zu bleiben und stets durch eine untadelhafte Haltung im öffentlichen wie im Familienleben Rechnung zu tragen. Schützenrock und Schützenhut sind stets Ehrenkleider gewesen – sie verpflichten auch heute noch. Geist und Würde der Offiziersgemeinschaft sind Maßstab und ausschlaggebend für Ansehen und Anschlussbereitschaft in der Dorfgemeinschaft. Darum hat jeder Offizier mit dafür zu sorgen, dass in ihren Reihen Sauberkeit und echte Kameradschaft herrschen und rücksichtslos ist alles auszuschalten, was die Würde und das Ansehen herabsetzt."

Diese Worte sind auch heute noch Bestandteil der Richtlinien, die sich das Offizierscorps selbst gegeben hat.

Als äußeres Zeichen tragen die Offiziere eine einheitliche Schützentracht, die auch landläufig als "grüner Rock" bezeichnet wird. In diesem Zusammenhang wird oft von "Uniform" gesprochen. Dies führt bei Außenstehenden leider zu vielen missverständlichen Interpretationen. Denn die Bezeichnung als Uniform ist dem Militär und polizeilichen Kräften vorbehalten.

Der Wortbedeutung nach bezeichnet "Uniform" aber eine gleichartige Bekleidung, um in der Öffentlichkeit einheitlich aufzutreten. Die Tracht ist also das äußere Zeichen einer Gruppe von Personen, die gleichen Interessen nachgehen und für die gleichen Werte und Vorstellungen eintreten. In der Nazi-Zeit wurde – nach dem Protokoll der Generalversammlung vom 18.05.1939 – durch die politische Führung den Offizieren untersagt, ihre Schützenuniform als Tracht zu tragen. Es war wohl nur eine bestimmte Art von Uniform zulässig. Da das Offizierscorps dadurch faktisch nicht mehr existierte, fungierte es ab sofort als Beirat in der Schützenbruderschaft und nahm dann so seine Aufgaben wahr.

Zur Unterscheidung der verschiedenen Funktionen innerhalb des Offizierscorps wurden im Laufe der Jahre die militärischen Dienstgrade übernommen, die durch Sterne auf den Schulterstücken und durch farbige Streifen an den schwarzen Hosen gekennzeichnet sind.

Die Dienstgrade gehen wohl auch auf die ursprüngliche Organisation der Schützenbruderschaften als Bürgerwehren zurück. Allerdings ist der entscheidende Unterschied zu soldatischen Verbänden, dass die wichtigsten Personen in ihre Funktionen demokratisch gewählt werden. So wird der General als Leiter des Offizierscorps von der Mitgliederversammlung gewählt, wobei die Offiziere ein Vorschlagsrecht haben. Somit kann jeder Offizier unabhängig von seinem aktuellen Rang zum General gewählt werden. Der Generalfeldmarschall ist zwar im Rang höher als der General, hat jedoch nur repräsentative Aufgaben. Die Offiziersversammlung wählt aus den Reihen der Hauptleute einen kommandierenden Hauptmann, dessen Aufgabe die Aufstellung des Festzuges sowie das Antreten und die Zugfolge bei den Ausmärschen ist. Dem Generalfeldmarschall und dem General folgen im Rang die weiteren Stabsoffiziere. Dies sind Oberst, Oberstleutnant und Major.

Zu den weiteren Dienstgraden zählen dann Hauptmann, Oberleutnant und Leutnant. Die Einteilung in Dienstgrade ermöglicht es dem General, die Offiziere, die sich besonders hervorgetan haben, durch eine Beförderung auszuzeichnen. So kann auch ein Hauptmann zum Rittmeister ernannt werden. Offiziere, die sich um das Offizierscorps besondere Verdienste erworben haben, können auf Antrag von der Offiziersversammlung zu Ehrenoffizieren gewählt werden.

Besetzungen seit 1957

Seit der Neugründung des Offizierscorps 1957 wurden folgende Offiziere zu den jeweiligen Posten ernannt:

General

  • Mathias Mieseler
  • Josef Bendel
  • Reiner Metzerath
  • Richad Koll
  • Peter Weber

Generalfeldmarschall

  • Mathias Mieseler
  • Josef Bendel
  • Georg Hinzen
  • Richard Koll

Quelle

Auszug aus der letzten Festschrift (PDF)